Lohnt sich ein Update auf schnellere Speicherkarten?

Die von modernen DSLR`s produzierten Datenmengen verlangen automatisch nach größeren Speichermedien. Waren vor einigen Jahren noch Microdrives in der Größe von 1GB der wahre Luxus, so sind aktuelle CF oder SD Karten in der Größenordnung von 16 oder 32 GB reine Mitnahmeartikel geworden, die für ein paar Euro zu haben sind.

Tiefer in die Hosentasche muss nur derjenige greifen, der sein Augenmerk auf die Geschwindigkeit der Speichermedien legt. Aber lohnt sich der Mehrpreis?

Vergleichkriterium ist vorliegend die Geschwindigkeit, nicht die Größe. Die etwa vier Jahre alte SanDisk wirbt mit 30 MB/S, dagegen kommt die Lexar Karte unter Laborbedingungen auf 150 MB/S. Was bedeutet das aber in der Praxis des Fotografierens?

Während die SanDisk bei einer Nikon D4 im Dauerfeuerbetrieb (ca. 10 Bilder/Sekunde, RAW, 16 MB pro Bild) nach etwa 65 Bildern in Folge die Auslösung verweigert, ist dies bei der Lexar erst nach 99 Bildern der Fall. Warum? Die Karte speichert einfach schneller die Daten, so dass bereits zu einem früheren Zeitpunkt der interne Kameraspeicher geleert wird.

Meines Erachtens behandelt der Test aber wirklich Extrembedingungen, die in der Praxis nur sehr selten zur Anwendung kommen. Wer braucht schon 100 Bilder in Folge? Selbst Sport- und Tierfotografen dürften bereits mit 65 Bildern am Stück oder etwas weniger mehr als glücklich werden.

Fazit: der Aufpreis für schnellere Speicherkarten lohnt sich nicht.


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