Die Arbeit mit Models – Eine Buchempfehlung

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Vorweg eine kleine Anekdote:

Woher sich der unerfahrene Hobbyfotograf F (der mit seiner teuren Kamera bestimmt tolle Fotos machen kann) und das Amateurmodel M (die ihre primären Erfahrungen als Model ausschließlich durch die Fernsehsendung „Germany´s Next Top Model“ bezogen hat) kennen spielt zunächst keine Rolle.

Sie kennen sich halt und vereinbaren ohne große Absprachen ein gemeinsames Shooting mit dem Ziel, richtig „geile“ Fotos zu machen. Dies dürfte auch kein Problem sein, da sie „super“ aussieht und er eine Spitzenkamera hat.

Am Tag des Shootings ist er dann primär mit seiner Kamera (sprich Technik) beschäftigt und hat eigentlich keine Ahnung was das Model machen soll. Aber es ist ja auch nicht sein Job. Sie ist das Model und soll einfach mal loslegen.

Sie steht aber relativ hilflos am Set und wartet auf Anweisungen des Fotografen. Schließlich ist er der Boss und muss jetzt klare Ansagen machen.

Man zieht das Shooting irgendwie durch und stellt anschließend fest, dass die Ergebnisse nicht gerade auf dem Niveau von Germany´s Next Top Model liegen. Stress gibt es im Nachhinein auch noch, da er ein paar Bilder auf einer Internetplattform veröffentlichen will, sie die Bilder aber „voll peinlich“ findet und einer Veröffentlichung widerspricht.

Und an genau dieser Stelle kommt das neue Buch von Robert Kneschke „Die Arbeit mit Models“ ins Spiel.

Sicherlich ist die Lektüre kein Patentrezept für gute Fotos, sondern dürfte sich mehr als Checkliste verstehen, die optimale Rahmenbedingen für ein Fotoshooting schafft. Was für den Profi oder semiprofessionellen Fotografen selbstverständlich, wird für manchen Einsteiger in die Personenfotografie zum großen „AHA Erlebnis“: gute und verwertbare Bilder entstehen grundsätzlich nur aufgrund einer erstklassigen Vorbereitung.

Robert Kneschke beschreibt in einer sehr natürlichen Art und Weise auf mehr als 160 Seiten, welche Punkte bedacht werden müssen, um das Optimale aus einem Shooting herauszuholen. Dies fängt zunächst bei der richtigen Suche von geeigneten Models an und konzentriert sich anschließend auf alle Punkte, die dem eigentlichen Shooting dienlich sind. Wichtige Kriterien wie notwendige Kleidung und Requisiten, die richtige Location, vorteilhafte Posen, Visagist und Stylist, Bezahlung des Models sowie rechtliche Rahmenbedingen sollen an dieser Stelle nur exemplarisch genannt werden.

Kneschke verdeutlicht, dass primär der Fotograf alle Puzzleteile eines erfolgreichen Fotoshootings zusammenführen muss und weist konkret darauf hin, welche elementaren Informationen wann und wie an das Fotomodel kommuniziert werden müssen.

Inhaltlich bringt es der Autor stets auf den Punkt und arbeitet seine Kernaussagen ohne großes Abschweifen vom Thema heraus. Die große Praxiserfahrung von Robert Kneschke als jahrelanger Berufsfotograf macht sich somit mehr als bemerkbar und lässt keine Sekunde Langeweile aufkommen.

Letzteres gilt übrigens auch für das erste Werk von Robert Kneschke: „Stockfotografie: Geld verdienen mit eigenen Fotos“


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