Wifi SD Karten noch zeitgemäß? Meine Studioerfahrung!

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Grundsätzlich bevorzuge ich bei meiner Arbeit immer professionelles Equipment, auf welches ich mich im Studioalltag verlassen kann und vor allem verlassen muss. Nichts ist schlimmer als ein technisches Problem… nur weil man wieder € 3,50 an der falschen Stelle „eingespart“ hat.

Geschwindigkeit im Workflow vor Ort ist auch von keinem Nachteil, da ich im Rahmen eines jeden Shootings die sofortige Bildkontrolle am Rechner benötige. Tethered Shooting läuft daher ausschließlich über USB Kabel. Schnell und zuverlässig; über die Nachteile des herumhängenden Kabels kann man natürlich streiten.

Trotz allem habe ich Rahmen eines mehrstündigen Shootings erstmals für die Datenübertragung eine Wifi SD Karte eingesetzt und somit auf den Vorteil eines sehr schnellen Datentransfers zum Rechner verzichtet.

Warum das Ganze? Das Shooting war auf mehrere Räume aufgeteilt und es wurde in unregelmäßigen Abständen immer wieder zwischen den einzelnen Locations gewechselt. Da der Kontrollrechner nicht mitwechseln konnte, ich aber auf die Vorteile des Tethered Shooting nicht verzichten wollte, musste eine kabellose Lösung gefunden werden.

Da es für die Nikon D800 keine zeitgemäßen Funklösungen gibt (WT-4 ist veraltet, WT-5 ist nur über Umwege einzusetzen), habe ich mich für eine Eye-Fi Pro X2 entschieden, die in der Nikon D800 ohne Probleme funktioniert.

Betrieben wurde die SD Karte im Direct Mode, d.h. sie agiert als Hotspot und der Rechner greift die Daten ab.

Fotografiert wurde ca. vier Stunden. Es gab erfreulicherweise keinerlei Kommunikationsprobleme zwischen Kamera und Rechner, obwohl ständig zwischen diversen Räumlichkeiten gewechselt wurde. Kommt die Kamera wieder in die Nähe des Macbooks, setzt nach ein paar Sekunden die Datenübertragung ein. Alles easy, ohne Neustart, ohne manuellen Verbindungsaufbau…alles gut.

Wenn ein Nachteil zu nennen ist, dann ggf. der Stromverbrauch (nach etwa drei Stunden Dauereinsatz ist der Akku fast leer) und die Datenübertragung läuft auch nur, wenn das Notebook bis max. vier Meter entfernt ist. Ansonsten wartet der Rechner bis er die Kamera wieder gefunden hat und erst dann setzt die Übertragung ein. Da ich zwischenzeitlich aber fleißig weiter Fotos machen kann, stört dieser Umstand nicht. Die Bilder kommen zu 100% rein.

Zu erwähnen bleibt, dass es sich bei den zu übertragenden Daten um JPG Bilder in mittlerer Auflösung handelt und die RAW Daten auf einer zweiten CF Karte in der Kamera verbleiben.

Fazit: klare Kaufempfehlung für kleines Geld.


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