Meine Erfahrungen mit fotograf.de

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Jeder Berufsfotograf, der nicht gerade einen ganzen Staab von Mitarbeitern beschäftigt, kennt das Problem: mehr als 95 % der gesamten Arbeitszeit wird nicht für das Fotografieren verwendet, sondern besteht primär in Vorbereitungen, Nachbereitungen, Akquise, Marketing, Buchhaltung, Vertrieb, etc., etc…

Dieser Faktor wird dann zum Problem, wenn durch die genannten 95 % der Arbeiten das eigentliche Geld verdienen – nämlich das Fotografieren – verhindert wird.

Von daher sollte man bemüht sein, zumindest in arbeitsstarken Phasen möglichst viele Tätigkeiten auszulagern.

Wer im Bereich der Kindergarten-, Ball- oder Eventfotografie tätig wird, ist bei der Nachbereitung auf einen sehr schnellen Workflow angewiesen, da in vielen Fällen keine Abnahmegarantie des gemachten Bildmaterials besteht. Idealerweise beschränkt sich die Tätigkeit bei derartigen Veranstaltungen auf den Aufbau vor Ort, das Fotografieren und eine „schlanke Bildretusche“.

Sofern man einen ausschließlichen Verkauf über das Internet plant, muss das fertige Bildmaterial nur noch zum entsprechenden Onlineshop hochgeladen werden. Der Rest (Bestellungen verschiedenster Produkte durch den Kunden, Auftragsweitergabe an Labore, Rechnungsstellung und Versand) läuft automatisiert im Hintergrund. So zumindest der Idealfall, damit man sich als Fotograf wieder auf die „Big Points“ konzentrieren kann.

Auf der Suche nach einem Onlineshop, der primär auf die Bedürfnisse eines Fotografen ausgerichtet ist, bin ich auf die Dienstleistungen von fotograf.de gestoßen.

Neben der Gestaltung einer eigenen Homepage wird vor allem die Einrichtung eines Onlineshops angeboten, der sich mit wenigen Mausklicks individuell konfigurieren lässt. Der Inhaber dieses Shops bestimmt dann, welche Produkte zu welchen Preisen über welches Labor (hier stehen verschiedene zur Auswahl) durch Kunden bestellt werden können. Idealerweise macht man im Vorfeld eine Testbestellung bei den unterschiedlichen Laboren um sich von der Qualität des gelieferten Endproduktes überzeugen zu können.

Die Fotoprodukte werden anschließend im eigenen Namen an den Besteller ausgeliefert, so dass der direkte Kontakt zwischen Kunde und Fotograf stets erhalten bleibt.

Hört sich toll an… ist es auch, da es problemlos funktioniert. Ich habe die Zusammenarbeit mit fotograf.de jetzt ein paar Monate getestet und bin rundum zufrieden. Bei Fragen und allgemeinen Problemen erreicht man immer jemanden am Telefon, so dass auch die Qualität des Services keine Beanstandungen zulässt.

Allerdings muss man sich auch darüber bewusst sein, dass ein derartiger Service nicht kostenfrei ist. Neben einem „free account“, der allerdings kaum Möglichkeiten zur individuellen Gestaltung ermöglicht, beginnt der Spaß mit ca. € 10,– pro Monat. Wer spezielle Kundenverwaltungen und mehr Speicherplatz will oder braucht, ist mit etwa € 25,– im Monat dabei. Zusätzlich wird bei jeder Bestellung über fotograf.de eine Servicegebühr zwischen 12% und 20% fällig. Dieser Posten sollte von vornherein berücksichtigt werden, ist meines Erachtens aber gerechtfertigt.

 


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