Die Sache mit der Retusche…

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Jeder Kunde geht im heutigen digitalen Fotozeitalter selbstverständlich davon aus, dass alle Bilder noch retuschiert werden. In Photoshop ist ja alles mit einem Knopfdruck möglich… weitere Ausführungen erspare ich mir an dieser Stelle.

Wann aber sollte wie retuschiert werden? So gehe ich vor:

Bei SedCard- oder vergleichbaren Shootings erfolgt in der Regel eine gemeinsame Auswahl der Bilder mit dem Kunden. Zusammen mit dem Kunden gilt es auch zu besprechen, welche Art und welcher Umfang der Bildretusche gemacht werden soll. Beispielbilder (vorher/nachher) helfen dem Kunden bei seiner Entscheidung. Soll ein Kunstwerk geschaffen werden oder der natürliche Typ noch erhalten bleiben? Wichtig ist in diesem Zusammenhang die vorherige Überlegung, wie viel Zeit ich für eine Retusche benötige, da dieser Faktor kalkuliert werden muss.

Bei individuellen Fotoaufträgen, im Rahmen dessen es nur um ein Bild bzw. eine bestimmte Bildstrecke geht hat der Kunde meistens ganz konkrete Vorstellungen, die durch mich als Fotografen umgesetzt werden müssen. Idealerweise aber werde ich gebucht, da der Kunde meinen Bildstil bevorzugt. Dann hat man relativ freie Hand.

Bei Agentur- oder Stockshootings muss zweifelsohne jedes Bild retuschiert werden. Insbesondere eine Hautretusche ist notwendig, wobei das fertige Bild keinesfalls (für den Otto Normalverbraucher) retuschiert aussehen darf. Auch ist darauf zu achten, dass der Typ des Modells erhalten bleibt. So ist es unvorteilhaft eine 70-jährige auf 50 zu trimmen, da unser Modell ja wie 70 aussehen soll.

Beim Fotografieren auf „Großveranstaltungen“ wie Abi- und Abschlussbällen bearbeite ich meine Bilder ausschließlich mit den Bordmitteln von Lightroom. To do: Korrektur von Ausschnitt, Belichtung, Kontrast und Hautfarben. Gleiches gilt für die Reportagefotografie auf Hochzeiten.

Im Rahmen freier Arbeiten darf man sich gerne auch etwas mehr Zeit nehmen. Erlaubt ist was gefällt. Eine vorherige Absprache mit dem Modell (Stichwort MR) ist sinnvoll, damit es später zu keinem Ärger kommt.


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