Die dreifache Rawkonvertierung als letzter Rettungsanker

KBB
Vor geraumer Zeit war ich mit meinem Fotobuddy und Panoramaspezialisten Nils in Hamburg unterwegs, um zur blauen Stunde die Köhlbrandbrücke zu fotografieren.

Während Nils als alter Panoramahase gleich auf die 24 mm und somit auf ein einzeiliges Panorama gesetzt hat, wollte ich – der Panoramaredneck – alles rausholen und schraubte die 85 mm auf die Kamera. Nun ja, so musste es ein zweizeiliges Panorama werden. Das ganze verbunden mit Belichtungsreihen, denn HDR oder zumindest DRI sollte es schon sein.

Während Nils also ganz gemütlich mit diversen elektronischen Fernauslösern sein Panorama abfotografierte, ging es bei mir etwas hektischer zu, da ich neben dem obligatorischen Fotoschwätzchen ja auch noch die manuellen Belichtungsreihen, exakte Drehwinkel des Nodal Ninja und sonstigen Blödsinn zu kontrollieren hatte.

Nach zwei Durchgängen hatte ich dann die Nase voll. Irgendwie war ich mit allem etwas überfordert und mit knapp unter 0 Grad war es mir persönlich auch etwas zu kalt. Da Nils aber noch immer in aller Ruhe fotografierte entschloss ich mich kurzerhand doch noch zu einem weiteren Versuch. Da nicht mehr viel Zeit war, kam nur noch das 24 mm in Betracht. Also nochmal alles ausgerichtet und drei Einzelaufnahmen gemacht. Belichtungszeit bei Blende 8 etwa 20 Sekunden.

Zu Hause am Rechner kam dann wirklich die Ernüchterung. Wie schon vermutet, hatte ich bei dem zweireihigen Panorama irgendeinen Mist gemacht. Selbst PTGui musste kapitulieren, so dass ich letztlich nur noch meine drei Einzelaufnahmen mit 24 mm Brennweite verwenden konnte.
Wer bereits einmal in der Dämmerung fotografiert hat, dem dürfte bewusst sein, dass kleine Lichter aufgrund der langen Belichtungszeiten sehr schnell ausfressen, was bei mir natürlich auch der Fall war.

Glücklicherweise lagen die Aufnahmen im RAW Format vor, s.d. aufgrund einer extremen Lichterreduzierung mit Hilfe von Lightroom fast alle hellen Bereiche noch mit entsprechender Zeichnung versehen werden konnten. Dieses erste Zwischenergebnis wurde zu einem Tiff konvertiert.

Ein weiteres Tiff entstand aus dem nicht korrigierten RAW.

Um auch ausreichend Zeichnung in den dunklen Stellen zu bekommen, erfolgte mit Lightroom eine „Belichtungskorrektur“ von einer Blende… fertig war das dritte Bild.

Die entstandenen drei Bilder wurden dann belichtungstechnisch mit Photoshop zusammengeschraubt (DRI).

Fazit: wer keine Ahnung hat, sollte sich zunächst mal nach den Vorgaben des Spezialisten richten. Etwas Konzentration bei der Arbeit kann auch nicht schaden, denn zweifelsohne sind optimale Belichtungsreihen besser als gepimpte RAW Daten. Spass hat es trotzdem gemacht 🙂


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