DOPPEL-M-TECHNIK: Kamera und Aufsteckblitz im manuellen Modus betreiben

Ich liebe es unter konstanten Bedingungen zu fotografieren. Gemeint sind dabei vor allem die Belichtungsverhältnisse für Kamera und Blitz. Im Studio ist das alles kein Problem, da das Umgebungslicht in den meisten Fällen überhaupt keine Rolle spielt und Studioblitzgeräte ohnehin manuell eingestellt werden müssen.

Sind wir draußen mit entfesselten Aufsteckblitzen unterwegs, sieht die Situation völlig anders aus. Wird die Kamera in einem Automatikmodus betrieben, führen bereits kleinste Veränderungen des Ausschnitts zu differenzierenden Belichtungsergebnissen. Erschwerend kommt hinzu, dass der Aufsteckblitz bei seiner Arbeit (TTL) im Zusammenspiel mit der Kamera noch eine zusätzliche Belichtungsmessung durchführt, s.d. eine perfekt belichtete Bildreihe von beispielsweise 20 bis 30 Bildern zum Glücksspiel wird.

Ein jeder selbst sollte das mal versuchen. Macht eine kleine Porträtserie von etwa 20 Aufnahmen und verändert dabei fortlaufend die Perspektive. Mal mehr von oben, mal mehr von unten, mal im Hochformat, mal im Querformat, mal etwas mehr links, mal etwas mehr rechts. Versucht dabei die optimale Perspektive und den optimalen Ausschnitt zu finden und Ihr werdet sehen, dass nicht alle Bilder gleich gut belichtet sind. Und genau das will ich vermeiden.

Warum? Man checkt dauernd den Monitor an der Kamera um zu überprüfen, ob zumindest die Belichtung stimmt. Das nervt nicht nur das Model, sondern auch den Fotografen, da die eigentliche Arbeit mit dem Model durch ständige Kontrollblicke unterbrochen wird. Stellt Euch nur vor: jedes Bild wäre richtig belichtet und Ihr könnt Euch voll und ganz auf das Model konzentrieren. Einfach traumhaft…

Geht auch traumhaft einfach, denn es gibt sowohl bei der Kamera als auch bei dem Blitz den Modus M. Zunächst schaltet Ihr den Blitz aus. Macht nur ein Bild mit der Kamera und verändert so lange die Einstellungen, bis Euch das Ergebnis gefällt. Dieses übertragt Ihr in die Kamera und schaltet den Blitz dazu. Das Spiel beginnt jetzt von neuem. Solange an der Blitzleistung schrauben, bis der gewünschte Blitzeffekt da ist.

Das ganze erfordert natürlich etwas Übung und ist nicht gerade für Situationen geeignet, in denen es besonders schnell gehen muss. Daher gilt: fotografieren, fotografieren und nochmals fotografieren.

Die folgenden Bilder sind übrigens mit der DOPPEL-M-TECHNIK entstanden. Neben dem entfesselten Blitz (mit Durchlichtschirm) wurde noch ein kleiner Sunbounce eingesetzt:


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