Welche Rechte hat ein Model bei der Bildauswahl?

Ganz einfach: es sind die Rechte, die im Model Release Vertrag im Vorfeld fixiert wurden. An sich ist das ja auch alles ganz klar und bedarf keiner weiteren Ausführen…

Dennoch scheint es da unterschiedliche Vorstellungen zu geben – zumindest dann, wenn es um die Auswahl der im Shooting entstandenen Bilder geht.

Nun betreibe ich mein Fotografenbusiness schon fast 10 Jahre und wurde vor kurzem erstmals mit dem mündlichen Wunsch eines Models konfrontiert, dass bitte nur die Bilder verwendet werden sollen, auf denen das Model vorteilhaft aussieht. Aber da würde sie mir aufgrund meiner Berufserfahrung schon vertrauen. Zur Klarstellung: im schriftlichen MR bezogen sich die Rechte beider Seiten auf die im Rahmen des Shooting gemachten Fotos.

Da Geschmäcker nun unterschiedlicher Natur sind, ist bei derartigen Vereinbarungen (wenn auch nur mündlich) der Ärger auf beiden Seiten schon vorprogrammiert.

Wenn es nicht gerade um ein privates TFP Shooting geht, in dessen Anschluss sich Fotograf und Model an den Rechner setzen und sich gemeinsam auf zwei bis drei Bilder festlegen, wäre die Vereinbarung „vorteilhafte Bilder“ völlig praxisfern.

Kostet ein Produktionstag für ein (kommerzielles) Shooting ein paar hundert oder ein paar tausend Euro und kommt das Model nach dem Shooting zu dem Ergebnis, dass genau die Bilder nicht verwendet werden dürfen, die der Art Direktor haben will, können wir alle unseren Laden dicht machen.

Als Model wird man es mit einer solchen Vorstellung nicht weit bringen, da man in einem professionellen Umfeld bei der Bildauswahl auf die Meinung der am Shooting beteiligten Fachleute vertrauen sollte.

PS: Natürlich verstehe ich auch die Bedenken des Models. Dann aber ist „Modeln“ ggf. die falsche Nebenbeschäftigung. Von BERUF will ich dabei gar nicht reden.


Wenn alles anders als geplant läuft…

… hilft nur noch das Panorama.

Naja, so oder zumindest ähnlich lautet bei mir die Devise, wenn ein Motiv nicht gerade den erwarteten Vorstellungen entspricht. Dabei beziehe ich vor allem die Umstände ein, die sich nicht immer beeinflussen lassen.

Wer kennt das nicht: ihr seid an einer bestimmten Location und müsst halt das Beste daraus machen, da es einen zweiten Versuch nicht gibt. So geschehen am Pier der St. Petersburg Pyramide in den USA, als ein paar typische Agenturmotive für Reisemagazine geplant waren. Natürlich war ich auf Polfilterhimmel eingestellt („think positive“) und war mehr als enttäuscht, als ich bei Regen und grauem Himmel eintraf.

Was tun? Ich hatte nur etwa eine Stunde und wollte aber unbedingt einen weiteren Haken auf meiner Motivliste machen. Da die Umstände kein „außergewöhnliches Normalfoto“ zuließen, habe ich mich auf das Panorama eingelassen. Bei derartigen Entfernungen zum Motiv kann man das gut und gerne aus
freier Hand machen. Ein Nodalpunktadapter ist nicht notwendig.

TL130217 Panoramasmall

Da das Ergebnis jetzt auch nicht gerade ein Highlight war, musste ich zusätzlich etwas an der EBV Schraube drehen (ca. 10 Minuten), um zumindest einen etwas anderen Look zu bekommen.

TL130217 Panoramaendsmall

Alles nicht optimal, aber besser als gar kein Foto gemacht.

Alles eine Frage der Perspektive…

TL130465

Derzeit findet ja die Internationale Gartenschau (IGS) in Hamburg statt und wer sich mal die Zeit zur Beobachtung der fotografierenden Gäste nimmt wird feststellen, dass etwa 99,9 % aller Bilder nach dem gleichen Schemata gemacht werden:

Leicht gebeugte Haltung und dann mit einem Abstand von etwa ein bis zwei Metern werden die Blumen aus der „Vogelperspektive“ fotografiert. Nicht das das Ergebnis schlecht sein muss… es besteht aber die Gefahr des Einheitsbreis.

Bereits mit einer leichten Veränderung der Perspektive geschieht plötzlich ein kleines Wunder. Wir sehen Dinge so, wie wir sie normalerweise nicht sehen und es entsteht ein Aha-Effekt.

Wie „Weiß auf Weiß“ fotografieren?

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Im Rahmen einer meiner letzten Workshops galt es sich unter anderem der Herausforderung zu stellen, wie im Studio korrekt und ohne irgendwelche Testbilder „Weiß auf Weiß“ fotografiert wird.

Sicherlich kann man jetzt ein paar Blitze aufbauen und diese solange einstellen, bis zumindest auf dem Kameradisplay der Eindruck entsteht, dass es einigermaßen passt…

Ein Freund dieser Vorgehensweise bin ich aber nicht, da zum einen nur ungenaue Ergebnisse zu erwarten sind und zum anderen viel zu viel Zeit für ein derartiges Einmessen der Blitze verschwendet wird.

Man nehme sich daher einen empfehlenswerten Blitzbelichtungsmesser und misst hiermit die Blitze auf 1/10 Blende genau ein. Das dauert bei drei Blitzen – wie vorliegend verwendet – etwa eine Minute. Ein bis zwei Testbilder sind dennoch erlaubt, da die Stärke der Hauptlichtquelle sich an der Helligkeit der Hautfarbe des Modells orientieren sollte.

Fazit: die weiße Kleidung ist absolut korrekt belichtet, ohne dass es einer Nachkorrektur via EBV bedarf.

Wie ich das Licht einmesse, erfährt man unter anderem hier.

Die optimalen Autofokuseinstellungen an der Nikon D4…

…hängen natürlich vom individuell zu fotografierenden Objekt ab. Dennoch gibt der Nikon professional Service knapp ein Jahr nach Markteinführung der Nikon D4 spezielle Empfehlungen ab, die auf Erfahrungswerten prof. Sportfotografen beruhen.

 

Plötzlich erscheinende oder schwer zu verfolgende Motive (schneller Skifahrer)

a1: Auslösepriorität
a3: Schärfenachführung mit Lock-On – 3 (Normal)
a7: 51 Messfelder
a8: AF-ON-Taste Vorsicht: wenn man die Taste als Fokusspeicher verwendet, reagiert diese wesentlicher sensibler im Vergleich zu einer Nikon D3/D3s, da bereits ein leichtes antippen den Fokus einfrieren kann.
c2: Standby-Vorlaufzeit 1 Minute oder besser 5 Minuten
d2: Serienaufnahme schnell 10 Bilder/Sekunde, bei Serienaufnahme langsam 9 oder 8 Bilder/Sekunde
AF der Kamera auf AF-C und (dynamisch 21 – Felder)

 

Sofern Motive teilweise verdeckt werden (Fußballer)

a1: Auslösepriorität
a3: Schärfenachführung mit Lock-On – 3 (Normal) oder auch 2, 1, oder aus.
a7: 51 Messfelder
a8: AF-ON-Taste Vorsicht: wenn man die Taste als Fokusspeicher verwendet, reagiert diese wesentlicher sensibler im Vergleich zu einer Nikon D3/D3s, da bereits ein leichtes antippen den Fokus einfrieren kann.
c2: Standby-Vorlaufzeit 1 Minute oder besser 5 Minuten
d2: Serienaufnahme schnell 10 Bilder/Sekunde, bei Serienaufnahme langsam 9 oder 8 Bilder/Sekunde
AF der Kamera auf AF-C und (dynamisch 9 – Felder)

 

Tierfotografie (sofern sich zwischen Motiv und Kamera ein Hindernis befinden kann)

a1: Auslösepriorität
a3: Schärfenachführung mit Lock-On – 3 (Normal) oder auch 2, 1, oder aus.
a7: 51 Messfelder
a8: AF-ON-Taste Vorsicht: wenn man die Taste als Fokusspeicher verwendet, reagiert diese wesentlicher sensibler im Vergleich zu einer Nikon D3/D3s, da bereits ein leichtes antippen den Fokus einfrieren kann.
c2: Standby-Vorlaufzeit 1 Minute oder besser 5 Minuten
d2: Serienaufnahme schnell 10 Bilder/Sekunde, bei Serienaufnahme langsam 9 oder 8 Bilder/Sekunde
AF der Kamera auf AF-C und (dynamisch 51 – Felder)

Bezogen habe ich diese Informationen auf einer NPS Schulung in Hamburg.

Hilfe – ich habe kein JPEG gemacht!

DSC_7693
„Real men shoot RAW!“ Gemäß diesem Motto sind meine Kameras immer im RAW Modus, was aber plötzlich zum Nachteil werden kann.

Die Geschichte in Kurzform: im Rahmen eines Studiotreffens mit Fotobuddy Nils haben wir ein wenig mit den Kameraeinstellungen gespielt und waren daran interessiert, welche „Out Of The Cam“ Möglichkeiten eine Nikon D800 in Bezug auf Schwarz/Weiß bietet.

Nach ein paar Bildern waren die richtigen Helligkeits- und Kontrasteinstellungen gefunden und wir waren von den Ergebnissen auf dem Kameradisplay mehr als nur positiv überrascht.

Überrascht wurde ich allerdings auch zu Hause, als die Bilder auf den PC übertragen und mit Lightroom geöffnet wurden. Zunächst sah alles schön Schwarz/Weiß aus, dann aber sprang das Vorschaubild auf eine farbige Darstellung um.

Ist ja auch logisch, da Lightroom zunächst nur das eingebettete JPEG öffnet und sich dann an die RAW Konvertierung macht.

Problem: wir wollten genau das SW aus der Kamera, was über Lightroom aber nicht mehr exportiert werden kann. Hätte ich nur mal im JPEG Format fotografiert oder zumindest eine zusätzliche JPEG Kopie in der Kamera angelegt!

Irgendwie galt es nun an das eingebettete JPEG in der RAW Datei zu kommen und dieses in voller Auflösung und bester Qualität zu exportieren.

Abhilfe schuf der gute alte IrfanView, der zumindest fast alle Nikon NEF Daten öffnet und dabei ausschließlich auf die hinterlegte JPEG Datei zurückgreift. Diese kann dann unter „Speichern unter“ singulär abgelegt werden.

Ende gut, alles gut…

So entstehen die sensationellen Tierfotos!

Als ich vor ein paar Wochen in den Everglades (Florida/USA) unterwegs war, wurde ich – zumindest was die Entstehung grandioser Tierfotos angeht – mal wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.

Bei wilden Alligatoren und seltenen Vögeln, die tatsächlich in freier Wildbahn und nicht zusammengepfercht in irgendeinem Zoo leben, geht man ja grundsätzlich davon aus, dass eine Ablichtung solcher Kreaturen nur nach monatelanger Vorbereitung und dem Einsatz des eigenen Lebens möglich ist.

Stundenlanges Ausharren im Tarnzelt bei unmenschlichen Temperaturen und dem Angriff tausender Stechmücken in absoluter Einsamkeit können Dich als Naturfotografen dann möglicherweise mit einem Knallerbild belohnen. Zu Recht, denn die Ausrüstung wurde tagelang unter dem Einsatz höchster Anstrengungen in die tiefste Wildnis abseits jeglicher menschlicher Zivilisation geschleppt…

Zugegebenermaßen wird ein geringer Teil derartiger Tierfotos unter den dargestellten Umständen fotografiert. Für die Masse „guter“ Bilder gelten allerdings andere Voraussetzungen:

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Da sitzt dann einer gut im Futter stehender Fotograf (man möge mir diese Bezeichnung verzeihen) ganz gemütlich in seinem Campingstuhl und lässt sich von seiner Frau alle 30 Minuten eine frische Speicherkarte reichen. Die 600 mm sind auf eine Gruppe sich sonnender Alligatoren gerichtet und wenn einer dieser Tiere für gefühlte 1,5 Sekunden das Maul aufreißt, hört man die 12 Bilder/Sekunde.

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Dem späteren Betrachter ist es egal, unter welchen Umständen derartige Bilder fotografiert werden. Ärgerlich ist nur, wenn es in der Bildunterschrift noch heißt:“Everglades (Florida-USA). In freier Natur fotografiert“. Dann lieber gar nichts dazu schreiben. Das vorliegende Alligatorenbild, was primär dem Zweck der Illustration dienen soll und keinesfalls den Anspruch eines sensationellen Tierfotos hat, ist übrigens mit einem 24-70 mm bei 0.5 Bilder/Sekunde entstanden und im Ausschnitt etwas “vergrößert” worden.

Illusion ist alles…

PS: Kein ernsthafter Natur- und Tierfotograf sollte sich durch meinen kleinen Bericht angegriffen fühlen. Es ist wie es ist und eigentlich zählt ja nur das Ergebnis. Egal wie es entstanden ist.

Dell U2413 als sRGB Bildbearbeitungsmonitor

Foto

Immer wieder stellt sich die Frage: „Wie viel muss ich für einen guten Monitor ausgeben?“, wobei die Bezeichnung „gut“ natürlich relativ ist.

Während Bildbearbeitungsprofis, die vor allem im Bereich der Druckvorstufe tätig sind, auf eine absolute Farbverbindlichkeit auch außerhalb des sRGB Farbraums angewiesen sind, arbeiten viele Amateure und semiprofessionelle Fotografen bzw. Bildbearbeiter ausschließlich innerhalb des sRGB Farbraums, der für sehr viele Anwendungsbereiche auch völlig ausreichend ist.

Wer also auf der Suche nach einem anständigen sRGB Monitor ist, der neben einer großen Anzahl von Anschlussmöglichkeiten zusätzlich eine Hardwarekalibrierung bietet, der wurde jüngst auf die neuen Monitore U2713H und U2413 von der Firma Dell aufmerksam. Die angeblich schon werksseitig auf einen mehr als guten sRGB Wert kalibrierten Geräte bieten dem Datenblatt zufolge technische Werte und Displays, die es gerne mit den Profigeräten von den Firmen Eizo oder NEC aufnehmen können und dabei nur etwa ein Drittel kosten.

Nachdem ich die Möglichkeit hatte, zwei identisch kalibrierte Dell U2713H bei einem Kollegen zu begutachten, entschied ich mich kurzfristig für die 24 Zoll Variante, die dann für ein paar Tage auf meinem Schreibtisch stand.

Ja, leider nur für ein paar Tage!

Warum?

Nach dem ersten Anschließen des Gerätes fiel mir ein hochfrequentes Pfeifen auf, was in unregelmäßigen Zeitabständen auftrat und gerade in einer „Silent Umgebung“ unerträglich ist.

Die von der Firma Dell voreingestellte sRGB Kalibrierung ist aus meiner persönlichen Sicht wegen einem leichten Grünstich nicht zu gebrauchen. Wer seit knapp 10 Jahren vor hardwarekalibrierten Eizo Geräten (die natürlich in einer völlig anderen Preisklasse liegen) gesessen hat, dessen Augen sind verwöhnt. Andererseits hat sich die Technik weiterentwickelt und vieles ist in der Produktion günstiger geworden. Wie auch immer… wer in einen vernünftigen Monitor investiert, sollte stets ein vernünftiges Hardwarekalibrierungsgerät miterwerben.

Und siehe da: nach der Kalibrierung mit einem ordentlichen und zu empfehlenden X-Rite EODIS3 i1Display Prosah die Sache schon ganz anders aus. Der sRGB Modus kommt durchaus an ein Eizo Gerät der CG Klasse heran, wenngleich die Kalibrierungssoftware von Dell keine „Grobjustage“ von Helligkeit, Farbtemperatur, etc… bei der Kalibrierung des Zielfarbraum sRGB oder AdobeRGB1998 zulässt.

Gleich wenn man nach der Kalibrierung auf ein anständiges sRGB Ergebnis zurückgreifen kann, stellt sich ein weiteres Problem: zieht man ein Fenster von rechts nach links oder von oben nach unten, entstehen hässliche Farbsäume an allen Kontrastkanten. Ich dachte erst, dass dieser Umstand an einem ungünstigen Blickwinkel liegt; war aber nicht der Fall. Zur Vorbereitung auf meinen Blogartikel wurde ich darauf hingewiesen, dass man in den Einstellungen des Bildschirmmenüs diesen Effekt wohl ausblenden oder minimieren kann. Allerdings frage ich mich, warum so etwas überhaupt auftaucht? Übrigens gibt es auch bei Standbildern bereits leichte Farbsäume, wenn man als Brillenträger den Kopf schwenkt :-(

Ansonsten gibt es an diesem Gerät wirklich nichts zu meckern. Wer einen U2413 ohne störende Pfeifgeräusche erwischt, das Problem der hässlichen Farbsäume in den Griff bekommt und bereit ist, zusätzlich in ein Kalibrierungsgerät zu investieren, macht bei einem unschlagbaren Preis von etwa € 450,– wirklich nichts falsch.

Abschließend möchte ich erwähnen, dass mir weder der Bildschirm durch die Firma Dell zur Verfügung gestellt wurde, noch dass ich mit wissenschaftlichen Ansprüchen meine Erfahrungen, die ausschließlich subjektiver Natur sind, teile. Das Bild (hier scheint der Eizo eine Farbstich zu haben – ist aber nicht der Fall) erhebt keinen Anspruch auf irgendwelche Vergleichswerte oder Farbverbindlichkeiten, da es mit einem Smartphone gemacht wurde.

IPTC/XMP und Exif Informationen mit einem Knopfdruck eliminieren

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Wer kennt das nicht: aus unterschiedlichsten Gründen ist es immer wieder notwendig, dass sämtliche Dateiinformationen (und damit meine ich wirklich alle) aus einem JPEG-Bild gelöscht werden sollen oder müssen.

Geht es sogar um hunderte von Bildern, können derartige Aktionen ganz schön zeitaufwendig werden. Bildbearbeitungs- oder spezielles Exif (IPTC) – Programm öffnen, Daten markieren und gewünschte Inhaltsinformationen löschen lassen, etc., etc..

Erheblich einfacher und schnellstmöglich geht es mit dem Programm Stripper, welches direkt auf den Desktop (Windows) gelegt werden sollte. Will man nun entsprechende IPTC/XMP und Exif Informationen aus JPEG oder PNG Dateien löschen, müssen diese nur auf das Stripper Icon gezogen werden. Innerhalb einer Sekunde sind alle Inhaltsdaten verlustfrei gelöscht, d.h. die Bildqualität wird nicht beeinflusst.

Keine Macht dem Pixelwahn

Der Qualitätsfanatiker und Altmeister Fritz Pölking brachte es bereits auf einer Veranstaltung im Jahre 2003 auf den Punkt: “Sechs Millionen Pixel reichen völlig aus. Damit lässt sich selbst auf DinA4 doppelseitig drucken“. Gemeint waren Bilder in einer hochwertigen Naturfotozeitschrift, die dem staunenden Publikum in die Hand gedrückt wurde. Ich selber war einer der Teilnehmer an diesem Workshop und konnte das Ergebnis kaum fassen.

Der Druck war qualitätsmäßig der Hammer und ich schätzte mich mehr als glücklich, da meine damalige DSLR eine Auflösung von 6.2 Millionen Pixeln hatte. Ein Kameraupdate war also in den nächsten Jahren nicht notwendig! Dachte ich zumindest.

Aber wie es so ist… knapp 10 Jahre später bin ich bei 36 Millionen Pixeln angekommen. Warum? Die Werbung, die Kollegen, die Agenturen und die Kunden reden es einem ständig ein, dass mehr Pixel einfach besser sind. Die Bildqualität wird besser, der Kunde kann jeden beliebigen Ausschnitt wählen und überhaupt: eine größere Auflösung kann ja nie schaden.

Nun ja, für gewisse Bereiche mögen diese Aussagen sicherlich zutreffen. Aber nur für gewisse Bereiche. In einem Großteil aller Fälle kommt man mit einer erheblich niedrigeren Auflösung auch zum Ziel.

Voraussetzung: das Motiv stimmt und die zugrundeliegenden Pixel sind „gute Pixel“, d.h. nicht gerade mit einem fingernagelgroßen Chip aufgenommen. Mit knapp sechs Millionen Pixeln als Ausgangsmaterial lässt sich spielend jeder Druck in fast jeder Größe realisieren.

Diese Überflüssigkeit des Pixelwahns wurde mir wieder bewusst, als ich eines meiner Bilder auf dem Autobahnzubringer vor Sanibal Island (Fort Myers, Florida, USA) sah. Das Ausgangsbild (zweites Bild) wurde mit einer Nikon D5100 fotografiert und auf eine Größe von unter sechs Millionen Pixel beschnitten.

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