Der mobile Falthintergrund

Da immer mal wieder Fragen zu dem von mir benutzten mobilen Falthintergrund auftauchen, möchte ich diesen in einem kurzen Video vorstellen.

Gezeigt wird der Walimex 2in1 FaltHintergrund grau/blau (150×200 cm)


Das alte Thema:“JPG vs. RAW?!“

Allen JPG Fans möchte ich eine kleine Information mit auf den Weg geben, damit sie in Zukunft vielleicht doch im RAW Format fotografieren.

Man stelle sich nur vor, der 16-Ender Eures Lebens steht plötzlich vor der Linse…und vor lauter Aufregung ist das Bild völlig überbelichtet. Und es kommt noch schlimmer: Ihr habt im JPG Format fotografiert.

Diver…“in the night“

Im Vergleich zu dem von mir grundsätzlich bevorzugten helleren Bildlook bei Composings, sollte diesmal die Szenerie eher mit einer Abendstimmung in Verbindung gebracht werden, s.d. die vom Model getragene Lampe entsprechende Bildakzente setzten kann.

Da mir keine frühabendlichen Himmelsstimmungen im eigenen Bildarchiv zur Verfügung standen, musste ich auf ein Wolkenbild bei Tageslicht zurückgreifen. „Na und…“ wird sich jetzt der ein oder andere sagen, „mit Photoshop ist doch sowieso alles möglich“.

Anwort: „Ja, solange man immer schön brav im Raw Format fotografiert!“

Wer aus einer JPG-Tageslichtaufnahme eine nächtliche Stimmung zaubern möchte, wird mit einer Unmenge von Tonwertabrissen zu kämpfen haben, die selbst dem fotografischen Laien auffallen werden. Durch den unglaublichen Spielraum einer RAW Datei sieht das aber völlig anders aus. Da kann man bis zu einem gewissen Grad an allen erdenklichen Reglern drehen, ohne dass die einzelnen Bildinformationen KO gehen. Und somit wird auch mit Photoshop „fast“ alles möglich.

Ein Familienporträt…Simple And Clear



Die vor geraumer Zeit begonnene Porträtserie „Simple And Clear“ zeichnet sich nicht nur durch einen klaren Bildschnitt aus, sondern auch durch einen bestimmten Bildlook, wobei die eigentliche Nachbearbeitung via Photoshop nicht zu sehr dominieren soll.

Ursprünglich hatte ich geplant, alle Bilder wie aus einem Guss wirken zu lassen, musste dann aber die Erfahrung machen, dass unterschiedliche Modelle, unterschiedliches Equipment und jeweils variierende Örtlichkeiten mir einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht haben.

Diese Tatsachen habe ich mittlerweile akzeptieren müssen und nehme sie nun als gegeben hin. Vorteil: ich muss mir zumindest über die zu porträtierenden Menschen keine Gedanken mehr machen (passt das Model in die Reihe oder nicht?), sondern darf sie so fotografieren, wie sie gerade sind. Keine Hairstylist, kein Make up – keine besonderen Klamotten: 100% natürlicher Mensch. Shootingdauer: 30 bis 60 Sekunden.

Für die technisch interessierten Menschen hier die Basics zu meinem portablen Ministudio, innerhalb dessen auch die oben gezeigten Bilder on location entstanden sind:

3x Nikon Speedlight SB-900(ein frontales Hauptlicht, zwei Streiflichter)
3x Schirmneiger
3x Lampenstativ
3x Durchlichtschirm
1x Falthintergrund grau/blau
1x Funkfernauslöser
1x Nikon AF Nikkor 85mm auf Vollformatsensor
1x Nikon D700

Findet Nemo…

An dieser Stelle möchte ich mal wieder etwas Werbung für das Weitwinkelobjektiv machen und zeigen, dass die Teile auch gut im Studio zu gebrauchen sind. Wer dem Betrachter das Gefühl „ich bin dabei“ vermitteln möchte, muss mit einem weitwinkligen Objektiv möglichst nah dran. Bestimmte Bildelemente, die dann auch noch größenmäßig in den Vordergrund gestellt werden, verstärken diesen Eindruck.

Vorliegend kam ein 24 mm an einem Vollformatsensor zum Einsatz.

Lichtsetup: eine 90 cm Octabox als Hauptlicht sowie zwei 180cm Striplights für die Lichtkanten. Der Bretonische Leuchtturm (na, wer erkennt die Location?) stammt aus meinem Archiv und wurde vor etwa 12 Jahren abgelichtet.

Der Bleach Bypass Effekt

Wer seinen Bildern mit wenigen Hilfsmitteln der Bildbearbeitung und ohne großen zeitlichen Aufwand einen besonderen Bildlook verpassen will, der sollte sich in Adobe Lightroom den Bleach Bypass Effekt ansehen.

Was es hierbei zu beachten gibt und warum nicht immer zwangsläufig Photoshop eingesetzt werden muss, erfahrt Ihr im Rahmen des folgenden Tutorials:

Im Studio mit Martin Schoeller….

…hätte ich beinahe gesagt :-)

Angeregt durch den Filmbeitrag „Die Magie der Gesichter“, im Rahmen dessen der in den USA lebende deutsche Fotograf Martin Schoeller porträtiert und dessen unverwechselbaren Close Up Bilder vorgestellt wurden, haben wir (danke an Nils) im Studio den ultimativen Selbstversuch gestartet.

Ziel war es, zumindest den visuellen Eindruck eines „Schoellers“ zu schaffen…was uns natürlich nur ansatzweise gelungen ist.

Zum Lichtsetup:

  • zwei Striplights je im 45 Grad Winkel vor dem Model
  • der Hintergrund kann je nach Geschmack illuminiert werden
  • wenig Lichtpower ist von Vorteil, soweit man offenblendig arbeiten möchte oder muss

Kamera und Linse:

Kamera ist grds. egal. Wichtig ist aber die Wahl der „richtigen“ Brennweite. Die Bilder von Schoeller wirken immer etwas verzehrt. Nach längerem hin und her hatten wird das Gefühl, dass man sich auf etwa 45 mm einpendeln kann – bezogen auf einen Vollformatsensor. Um das Gefühl der Unschärfe noch etwas zu verstärken, wurde vorliegend ein Tilt/Shift Objektiv benutzt.

Beim Fotografieren ist darauf zu achten, dass man ganz leicht aus der Froschperspektive arbeitet. Das Model sollte keine Brille tragen, da durch den Winkel der Striplights hässliche Reflexe auftreten.

Dann mal los…

Making of „The fighter“

Wie bereits auf meinem Google+ Account angekündigt, gibt es hier ein etwa 15 minütiges making of zum Bild. Viel Spass!

Weißer oder grauer Hintergrund?

Eine mir oft gestellte Frage, deren Beantwortung mit dem persönlichen Geschmack und dem beabsichtigten Bildlook zusammenhängt.

Am Besten ist natürlich, wenn man auf beide Hintergrund“farben“ zurückgreifen kann, was aber nicht immer möglich ist.

Daher sollte die Frage eher lauten:“Mit welcher Hintergrundfarbe bin ich flexibler?“

Zur Verdeutlichung eine kleine Bildreihe, im Rahmen derer ein weißer und mittelgrauer Hintergrund eingesetzt wurde. Geblitzt wurde durch eine 90 cm Octa, die direkt über der Kamera hing.

Die Belichtung des Motivs bleibt gleich, die Helligkeit des Hintergrundes ändert sich aber mit der Folge, dass aus „weiß“ grau und aus „grau“ schwarz wird. Erreicht wird dieser Effekt, indem der Abstand des Models zum Hintergrund vergrößert wird. Folge: der Hintergrund bekommt weniger Licht und wird dunkler.

Rein theoretisch reicht somit ein weißer Hintergrund für das komplette Spektrum von weiß bis schwarz aus. Vorausgesetzt man hat genügend Platz zur Verfügung oder kann das Licht so führen, dass es nicht mehr auf den Hintergrund fällt. Stichwort: Abschatter und Waben.

Gerade im Porträtbereich bevorzuge ich einen neutralgrauen Hintergrund, da vor allem on location grundsätzlich wenig Platz ist und somit die Protagonisten in die Nähe des Hintergrundes platziert werden müssen. Anhand der obigen Beispielbilder ist ersichtlich, dass bei einem weißen Hintergrund dieser nur leicht grau würde (sofern der Hintergrund nicht extra illuminiert werden kann), was mir persönlich nicht so gefällt. Da darf es ruhig etwas dunkler sein.

Einfach mal testen!

Ist der Hintergrund tatsächlich weiß?

Wer seinem Auftrageber Bilder mit rein weißem Hintergrund (RGB: 255,255,255) abliefern muss, findet in Photoshop nur über Umwege die Möglichkeit zu einer „schnellen“ Kontrolle der gewünschten Werte.

Abhilfe hat für mich die Erstellung einer grauen Hilfsebene im Verrechnungsmodus Differenz geschaffen, die die Kontraste zwischen hell und dunkel besser darstellt.

Das ganze Problem lässt sich umgehen, indem man bereits im Zeitpunkt des Fotografierens alles richtig macht: Freistellen vor weißem Hintergrund.

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